Auf die Träume, fertig, los!

Auf die Träume, fertig, los!

Der erste Mai. Tag der Arbeit in China. Ein schrecklicher Start in den Tag. Von heftigem Regentropfen, die gegen das Fenster schlagen, wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Zum Glück verzogen sich die Regenwolken und die Sonne erschien. Das Zeichen für den Aufbruch. Mit all meinem Equipment fuhr ich an das Monument, das offiziell als der nördlichste Punkt Chinas gilt. Wenn schon, dann beginnt das Projekt “Chinesischer Traum” von dort.

Es ist erquickend, was die Leute um einen herum so über einen mutmaßen:

“Ich bin sicher, dass er Russe ist.”

Dieses kleine Fahrrad ist sehr schwer zu fahren”

“Er ist ein Englischlehrer aus Harbin”

Ab und zu traut sich jemand, mich anzusprechen und mich ganz einfach über mein Vorhaben zu fragen. Dann schallt es natürlich fröhlich aus mir heraus, dass ich nur eine Tour auf dem Fahrrad unternehme. Am Ende kommt die obligatorische Frage:

“Kann ich ein Foto mit dir machen?”

Als ich alle Beweisfotos zusammen habe, verabschiede ich mich von den Jungs und Mädels im nördlichsten Hostel Chinas und ab geht die Post.

Gegen 12 Uhr bin ich endlich auf dem Weg in die Stadt Mohe. Die Sonne lässt den Schnee schmelzen und überall auf der Straße kleine Flüsse entstehen. Die ersten 80 Kilometer des Mammutprojektes sind beschwerlich. Aber die Landschaft ist atemberaubend. Nachdem ich die ersten 80 Kilometer hinter mich gebracht habe und am frühen Abend die Stadt Mohe erreiche, ziehe ich ein Resümee: Der erste Tag war anstrengend aber ein gebührender Auftakt.

Jörg

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